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Christiana Gramlich, Hundetrainerin

Begleithunde Ausbildung und Prüfung? Was ist das?

 

Um an einer Begleithunde Ausbildung bzw. Prüfung teilzunehmen, müssen Halter einen Sachkundetest ablegen, um das nötige Grundwissen über Hunden zu erlangen. Weiter muss der Halter dem Prüfungsverein angehören und der Hund muss mindestens 15 Monate alt sein. Für eine klare Identifizierung ist der Hund gechipt oder tätowiert. Die Prüfung ist geteilt: die Unterordnungsprüfung findet auf einem geschlossenen Gelände/Platz und die zweite Prüfung im die öffentlich Raum, bzw. im Straßenverkehr statt.


Mit dem Ablegen der Prüfung soll der Hund Verkehrssicherheit, Sozialverträglichkeit, Unbefangenheit und Gehorsam als Schwerpunkte beherrschen.
Immer wieder habe ich nun Hunde im Training, die Begleithundeprüfungen abgelegt haben, aber im Alltag sich genauso gut oder schlecht benehmen, wie Hunde, die diese Prüfung nicht abgelegt haben. Woher kommt das?


Hunde lernen alltags – und situationsbedingt: lernt der Hund im Haus z. B. ein Sitz, heißt es nicht automatisch, dass er auch im Garten oder auf dem Feldweg oder anderswo das Sitz gleich gut ausführt. Manche Übungen müssen Hunde in der Regel mehrere (manchmal auch über hunderte) Male und vor allem in verschiedenen (Lebens-)Situationen wiederholen, bis sie sie jederzeit können.


Was passiert nun bei der Begleithunde Ausbildung auf dem Platz?

Hier wird immer wieder über Wochen eine Schrittfolge mit verschiedenen Unterordnungskommandos eingeübt, ohne Abweichungen immer gleich. Tatsache ist, wenn es oft genug wiederholt wurde, kann der Hund diese auf dem Platz auswendig und läuft sie in der Regel brav ab, es sind keine Leckerchen oder große Gesten des Halters/Hundeführers nötig.


Der zweite Teil der praktischen Prüfung findet im „öffentlichen“ Raum statt. Auch hier haben die Hunde vorher bereits geübt und kennen in der Regel das Gebiet oder wurden mit den gleichen Menschen geprüft, die sich auch vom Training kennen (Radfahrer und Jogger, die entgegenkommen).Hunde zeigen also während der Prüfung erlerntes Verhalten in dieser einen Situation.


Es zeigt, dass das Mensch-Hund Team in einem bekannten Umfeld Gelerntes umsetzten kann, aber weder hat der Hund dadurch eine souveräne Verkehrssicherheit, Sozialverträglichkeit, Unbefangenheit oder Gehorsam gelernt, so wie es eigentlich gewünscht ist!


Um an Wettkämpfen, Ausstellungen oder anderen Ausbildung teilzunehmen, wird gerne die Begleithundeprüfung vorausgesetzt. Es gibt übrigens keine bundesweite Regelung für Begleithundeprüfung: Schäferhund Vereine prüfen unter Umständen anders als ein Hundesport- oder Boxer-Verein.


Eine Begleithundeprüfung abzulegen, kann sinnvoll sein, wenn man mit seinem Hund auf Wettkämpfe/Ausstellungen geht oder es als erfolgsversprechende Beschäftigung mit dem Hund sieht.


Umweltneutrale und sozialisierte Hunde brauchen deutlich mehr Übungen, als die in der Begleithunde Ausbildung geforderten.
(Quelle Begleithundeprüfung: www.vdh.de)


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