Eine Person tippt auf einem Laptop, während sie auf einer Terrasse sitzt.

Erfahrung, Fachwissen und alltagstaugliche Tipps für ein entspanntes Zusammenleben mit deinem Hund.

Hundewissen aus erster Hand – 
von einer erfahrenen Hundetrainerin

In diesem Blog teile ich mein Wissen aus vielen Jahren praktischer Arbeit mit Hunden und ihren Menschen. Du findest hier verständlich erklärte Hintergründe zur Hundeerziehung, zur Entwicklung von Welpen und zum Verhalten von Hunden im Alltag. Statt Mythen oder schnellen Patentlösungen bekommst du praxisnahes Hundewissen direkt aus der Arbeit einer erfahrenen Hundetrainerin – verständlich, fundiert und sofort umsetzbar.

Der Blog richtet sich an Menschen, die ihren Hund wirklich verstehen möchten und Wert auf moderne, faire und alltagstaugliche Hundeerziehung legen. Ob Welpe, Junghund oder erwachsener Hund: Hier findest du hilfreiche Impulse, die dich und deinen Hund auf eurem gemeinsamen Weg begleiten.

Social Walk – gemeinsam unterwegs und für den Alltag lernen

Ein Social Walk ist, einfach ausgedrückt, ein Sozialisierungs- oder Lernspaziergang, bei dem Rücksichtnahme und Abstand im Mittelpunkt stehen. Die Hunde bleiben angeleint und bewegen sich entweder im Gänsemarsch oder nebeneinander, ohne direkten Kontakt zueinander. Dabei geht es nicht darum, gemeinsam möglichst weit zu laufen, sondern darum, dass Mensch und Hund lernen, sich in Anwesenheit anderer Hunde ruhig und angemessen zu verhalten.

Der Begriff Social Walk ist allerdings nicht geschützt. Entsprechend gibt es ganz unterschiedliche Formen und Ausgestaltungen solcher Spaziergänge. Nicht jede Variante ist deshalb für jeden Hund gleichermaßen geeignet. Gerade bei Hunden, die aufgrund ihrer Vorgeschichte oder schlechter Erfahrungen Schwierigkeiten mit anderen Hunden haben, kann es zu viel sein, sie einfach in eine bestehende Gruppe einzubinden. Hier kann eine reguläre Gruppenstunde die bessere Möglichkeit sein, weil der Rahmen und die Übungen gezielter auf den jeweiligen Hund abgestimmt werden können. Deshalb setze ich bei Neukunden vor der Teilnahme an einem Social Walk ein Kennenlerntraining voraus.

Ein Social Walk beginnt nicht automatisch mit einem anspruchsvollen Spaziergang durch wechselnde Umgebungen. Am Anfang steht zunächst das einfache Laufen mit ausreichend Abstand und natürlich immer an der Leine. Für viele Hunde ist bereits die neue Gruppe eine Herausforderung. Sie müssen zunächst lernen, die anderen Mensch-Hund-Teams wahrzunehmen, kennenzulernen und zu akzeptieren, ohne dass daraus Aufregung oder Konflikte entstehen. Erst wenn diese erste Hürde geschafft ist, kommen nach und nach leichte Übungen hinzu.

Mit zunehmender Sicherheit verändert sich auch der Rahmen. Die Wege können aus dem zunächst vertrauten Umfeld in Wald und Wiese führen, die Umweltreize werden gesteigert und die Anzahl der Übungen nimmt zu. So entwickelt sich der Social Walk Schritt für Schritt von einem Spaziergang mit Abstand zu einem Training, das immer stärker an Situationen des täglichen Lebens heranführt. Später können beispielsweise ein Maislabyrinth, ein Biergarten oder Ladengeschäfte Teil des Lernens werden. Die Anforderungen werden dabei nach und nach gesteigert, statt den Hund von Anfang an mit möglichst vielen Reizen zu konfrontieren.

Für die Hunde bedeutet das, dass sie lernen können, andere Hunde höflich und entspannt wahrzunehmen und auszuhalten. Unsichere Hunde bekommen die Möglichkeit, Kontakt auf Distanz und in ihrem eigenen Tempo aufzunehmen, ohne von anderen Hunden überrumpelt zu werden. Auch Hunde, die an der Leine stark auf andere Hunde reagieren, können lernen, die Anwesenheit anderer Hunde auszuhalten, ohne dass es zur Eskalation kommt. Gleichzeitig ist ein Social Walk natürlich auch eine abwechslungsreiche Möglichkeit, gemeinsam spazieren zu gehen.

Doch nicht nur die Hunde lernen dabei. Auch für die Halter bietet ein Social Walk die Möglichkeit, die eigene Wahrnehmung und den Umgang mit dem Hund weiterzuentwickeln. Dazu gehört beispielsweise, körpersprachliche Signale richtig einzusetzen, entgegenkommende Hunde besser einzuschätzen und dem eigenen Hund mit positiver Bestärkung verständliche Grenzen zu vermitteln. Ebenso wichtig ist es, selbst zunehmend entspannter zu werden, wenn sich andere Hunde in der Nähe befinden.

Ein Social Walk ersetzt dabei weder Einzel- noch Gruppentraining. Er kann eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn der jeweilige Hund und sein Mensch von diesem Rahmen profitieren. Entscheidend ist deshalb nicht, dass ein Hund möglichst schnell in eine Gruppe integriert wird, sondern dass die Anforderungen zu ihm passen und Lernen überhaupt möglich bleibt. Der Social Walk soll dabei helfen, Alltagssituationen gemeinsam zu bewältigen – Schritt für Schritt, mit ausreichend Abstand und mit Rücksicht auf das einzelne Mensch-Hund-Team.

Social Walk beim Hunde-Einmaleins

Meine Social Walks finden bereits montags, mittwoch und freitags statt. In meiner Freitagsgruppe sind 2 Plätze ab Herbst wieder verfügbar. Diese finden als feste Gruppe statt.

Wenn du wissen möchtest, ob der Social Walk für dich und deinen Hund geeignet ist, melde dich gerne bei mir.

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